Kochboxen für Veggies und Allergiker

Eignen sich Kochboxen für wirklich jeden? Diese Frage werden sich wohl gerade zwei Zielgruppen sehr genau stellen, da sie auf eine eingeschränkte Lebensmittelauswahl zurückgreifen müssen. Auf der einen Seite sind Veganer zu nennen. Anders als Vegetarier, die auf Fleisch und Fisch verzichten, streichen sie sämtliche Lebensmittel tierischen Ursprungs von ihrer Speisekarte.

Auf der anderen Seite sind Allergiker gezwungenermaßen dazu veranlasst, auf die Gestaltung ihrer Mahlzeiten zu achten. Phänomene wie Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit oder eine Nussallergie können sich auf unterschiedliche Weise unangenehm äußern. Auf dieser Übersichtsseite möchten wir klären, ob auch Veggies und Allergiker zu den Adressaten von Kochboxen gehören.  

Vegane Kochboxen – das kann enthalten sein

Bekanntermaßen verzichten Veganer komplett auf tierische Lebensmittel und dementsprechend nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern ebenso auf Milch, Milchprodukte, Eier oder auch Honig. Wer meint, dass die Auswahl damit immens eingeschränkt ist, irrt sich. Prinzipiell lässt sich der Großteil der tierischen Produkte durch vegane Alternativen ersetzen. Das zeigt sich auch bei einem Blick auf die Zutaten in einer Kochbox. Um nur ein paar Anregungen zu geben: Anstelle der klassischen Kuhmilch kommen Reismilch, Sojamilch, Hafermilch, Dinkelmilch, Haselnussmilch, Mandelmilch oder auch Cashewmilch in Frage.

Überhaupt bieten sich für alle Milchprodukte geeignete pflanzliche Optionen an. Soja- und Reissahne nutzen Veganer etwa anstelle klassischer Sahne. Wer veganen Joghurt sucht, wird bei den Alternativen aus Kokos, Mandel oder Cashew fündig. Auch ein Verzicht auf Käse, Quark und Frischkäse ist nicht erforderlich. Verschiedene Margarinen, die frei von tierischen Fetten sind, rücken an Stelle der allseits bekannten Butter.

Schon mal etwas von Bohnenquark oder Bohnenkäse gehört? Von Tofu aber in jedem Fall – es sind Synonyme für dieses vegane Lebensmittel, das zu den bekanntesten seiner Art gehört. Diese Bezeichnungen hat es erhalten, da es aus Sojabohnen gewonnen wird. Zugleich ist Tofu denkbar vielseitig und in verschiedenen Varianten erhältlich. Naturtofu gilt als geschmacksneutral, kann aber problemlos Gewürze annehmen und somit Gerichten aller Art ein gewisses Etwas verleihen. Gern wird er auch mit anderen Zutaten verfeinert: Oliven-Tofu oder Basilikum-Tofu bringen etwa eine mediterrane Note mit. Räuchertofu mag sich durch sein würzig-rauchiges Aroma als Alternative zu Speck eignen. Gerade für Desserts, Saucen und Cremes nutzen Veganer häufig Seidentofu, der sich durch seine besonders weichen Eigenschaften auszeichnet. Er nimmt ebenfalls verschiedene Gewürze an.

Einen Beinamen trägt auch Seitan. Es wird wegen seiner Konsistenz als Weizenfleisch bezeichnet. Seinen Ursprung hat es im Weizeneiweiß, das wir als Gluten kennen. Apropos Fleisch: Aus getrocknetem, in Form gepressten Sojamehl wird sogenanntes Sojafleisch hergestellt. Somit empfiehlt sich eine vegane Alternative, die unter anderem in Form von Steaks, Geschnetzeltem oder Medaillons erhältlich ist.

Tempeh erfreut sich insbesondere in Indonesien großer Beliebtheit und eignet sich auch als Komponente in einer Kochbox. Typisch hierfür ist der leicht nussige Geschmack – zudem vermag es ebenso gut Gewürze aufzunehmen und erlaubt daher vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Das Lebensmittel entsteht durch fermentierte Sojabohnen, die mit Schimmelpilzen versehen werden und anschließend reifen. Natürlich wollen wir zum Abschluss auch die Klassiker nicht vergessen, die ebenfalls in eine Kochbox gehören: Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte, Reis oder auch Nudeln ohne Ei sind nur ein paar der der geeigneten Lebensmittel.

Wer bietet vegane Kochboxen an?

Nicht nur vegetarische Gerichte können mit einer Kochbox geliefert werden, sondern auch Veganer finden ihre Berücksichtigung. Bei dem einen Anbieter haben sie mehr Optionen, beim anderen sind sie in ihrer Auswahl noch ein wenig eingeschränkt. Wir stellen hier die wichtigsten Vertreter vor und informieren darüber, was die Befürworter einer rein pflanzlichen Ernährung erwarten dürfen.

AnbieterErläuterung
Hellofresh· es sind vegetarische Gerichte verfügbar, von denen sich viele auch für Veganer eignen
· dafür wählen die Kunden die „Veggie Box“ aus
· als kulinarische Vorliebe lässt sich fleischlose Kost angeben, woraufhin die Rezepte vorab gefiltert werden
· Hellofresh verweist aber auch darauf, dass in einigen Veggie-Menüs in geringen Mengen tierische Milchprodukte vorkommen können
· in der wöchentlichen Auswahl sind vegane Gerichte gekennzeichnet und somit leicht zu finden   
Marley Spoon· wöchentlich präsentiert Marley Spoon über 20 neue Gerichte, unter denen sich auch vegane Rezepte wiederfinden
· in der Übersicht sind die jeweiligen Eigenschaften des Rezepts aufgeführt – dazu gehört der Verweis, ob es vegan ist und ob es Milchprodukte enthält
· auf ihrem Blog zeigen die Macher zudem vegane Rezepte, die jeder daheim nachkochen kann
Kochhaus· die „Veggie-Box“ ist prinzipiell für Vegetarier bestimmt, enthält aber auch vegane Optionen
· in der Rezeptübersicht klickt der Nutzer das jeweilige Gericht an und kann dank der Zusammenfassung einsehen, ob es vegan ist
Tischline· besonders leicht haben es Veganer bei Tischline
· mit der Filterfunktion finden sie gezielt die passenden Gerichte
· über das Rezeptshopping wählen sie einzelne Speisen und fügen diese ihrem Warenkorb hinzu
· das Menü kann für bis zu 8 Personen bestellt werden
· alternativ dazu erwartet sie mit der Kochbox Select ein Angebot verschiedener bereits zusammengestellter veganer Boxen (zumeist 3 Gerichte für maximal 4 Personen)
Foodly· Kochboxen lassen sich bei Foodly lediglich über die App des Anbieters bestellen
· Veganer können ihre Vorlieben angeben und bekommen daraufhin die passenden Rezepte serviert
· dafür gibt es seit Anfang 2020 einen speziellen Service innerhalb der Foodly App, der abwechslungsreiche vegane Gerichte präsentiert
· die erforderlichen Zutaten für die Gerichte werden über Lebensmittel-Lieferdienste zum Kunden gebracht

Geeignete Kochbox-Gerichte für Veganer

Auf nichts müssen Veganer bei ihrer Ernährung verzichten, da sich vielseitige Alternativen für tierische Produkte empfehlen. Und dementsprechend gestaltet sich auch die Rezeptauswahl denkbar facettenreich. Jede Woche aufs Neue bringen die Kochbox-Anbieter den Nachweis mit ihren Kreationen. Wer sich bereits länger rein pflanzlich ernährt, wird an dieser Stelle vermutlich nicht überrascht sein – allen anderen möchten wir hier ein paar Beispiele geben, welche veganen Gerichte in einer Kochbox enthalten sein können.

  • Nudelgerichte (Nudeln ohne Ei)
  • Gemüsesuppen und Eintöpfe
  • Gemüsepfannen
  • vegane Burger und Pommes
  • klassische Gerichte mit Beilage und einem Fleischersatz (z.B. Buchweizensteaks, Bohnenfrikadellen, Tofu-Steaks)
  • Tacos und Wraps
  • gebackenes / gefülltes Gemüse
  • Salatteller

Kochboxen für Allergiker

Während bei Veganern klar einzugrenzen ist, welche Lebensmittel für sie in Frage kommen und welche zu meiden sind, gestaltet sich die Situation bei Allergikern etwas anders. Unverträglichkeiten gibt es viele und somit ist es aus Sicht eines Kochbox-Anbieters nahezu unmöglich, nur Gerichte anzubieten, die von jedem ohne Bedenken verzehrt werden können. Eine Person leidet womöglich unter Glutenunverträglichkeit. Einem anderen macht das Weizenprotein nichts aus, er muss dafür aber womöglich Milchprodukte meiden. Gleichzeitig bedeutet das natürlich nicht, dass sich Kochboxen grundsätzlich nicht für Allergiker eignen.

Unterschieden wird im Übrigen zwischen klassischen Lebensmittelallergien und sogenannten Pseudoallergien sowie Intoleranzen. Bei einer Allergie ruft das Immunsystem trotz eigentlich unbedenklicher Lebensmittel wie Nüssen eine übermäßige Abwehrreaktion hervor. Schon die geringste Menge kann zu schweren allergischen Reaktionen führen. Bei Pseudoallergien bildet das Immunsystem keine Antikörper, sondern es wird lediglich eine allergische Reaktion nachgeahmt. Die Beschwerden treten zumeist erst nach einer bestimmten Verzehrmenge auf. Grundsätzlich verhält sich der Körper aber jeweils vergleichbar. Aus diesem Grund gehen wir bei unseren Erläuterungen zusammenfassend auf beide Aspekte ein.

Alle Kochbox-Anbieter präsentieren ihren Kunden die Auswahl der Menüs für die jeweils nächste Woche im Vorfeld. Daraufhin lassen sich die Rezepte nach den eigenen Vorlieben bestellen. Ein Allergiker hat die Möglichkeit, sich die Zusammenfassung des jeweiligen Gerichts anzusehen. Dort findet er alle Informationen zu enthaltenen Allergenen und die Lebensmittel, die mit der Kochbox versendet werden. Dieses Prinzip herrscht bei allen Anbietern vor, die auf dem Markt vertreten sind. Daher gibt es keinen Dienstleister, der sich bevorzugt empfehlen lässt – tendenziell kommen sie alle in Frage. Wie gut geeignet ihre Gerichte sind, hängt aber auch von der jeweiligen Person und ihrer Allergie ab.  

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